Eine Migration beginnt mit Ziel und Umfang
Vor der technischen Umsetzung klären wir, warum der bestehende Shop abgelöst werden soll. Veraltete Komponenten, eingeschränkte Erweiterbarkeit oder neue Anforderungen können einen Wechsel sinnvoll machen, beschreiben aber noch nicht dessen konkreten Umfang. Entscheidend ist, welche Vertriebswege, Märkte und Prozesse der neue Shop unterstützen soll und welche Bestandteile bewusst nicht übernommen werden.
Aus diesen Zielen entsteht ein verbindlicher Migrationsrahmen. Wir trennen notwendige Funktionen für den Go-live von späteren Ausbaustufen und halten fest, welche Daten, Verkaufskanäle und Schnittstellen betroffen sind. Dadurch wird früh sichtbar, ob lediglich die technische Plattform wechselt oder gleichzeitig Sortiment, Navigation, Storefront und interne Abläufe neu geordnet werden.
- Ziele und Grenzen des Systemwechsels
- Benötigte Verkaufskanäle und Märkte
- Muss-Funktionen für den Go-live
- Sinnvolle Ausbaustufen nach dem Start
Daten, Erweiterungen und Schnittstellen erfassen
Produkte und Bestellungen sind nur ein Teil der Ausgangslage. Kundenkonten, Kategorien, Medien, Eigenschaften, Preisregeln, SEO-URLs und individuelle Datenfelder können ebenso relevant sein. Wir dokumentieren, wo diese Informationen liegen, wie sie miteinander verbunden sind und welche Qualität sie besitzen. Inkonsistente oder veraltete Bestände sollten vor der Übernahme erkannt werden, statt sie ungeprüft in das Zielsystem zu übertragen.
Auch Plugins, Themes und angebundene Systeme benötigen eine eigene Bewertung. Funktionen aus dem bisherigen Shop lassen sich nicht automatisch als gleichwertige Shopware-6-Lösung voraussetzen. Für Warenwirtschaft, PIM, CRM, Versand, Zahlung oder Marktplätze klären wir deshalb Datenrichtung, Verantwortlichkeiten und Fehlerfälle. Erst danach lässt sich entscheiden, was ersetzt, neu entwickelt oder bewusst vereinfacht wird.
- Produkte, Varianten, Kategorien und Medien
- Kunden-, Bestell- und Preisdaten
- Plugins, Themes und individuelle Funktionen
- ERP-, PIM-, CRM- und Versand-Schnittstellen
Zielarchitektur und Storefront neu denken
Eine Migration sollte nicht versuchen, jede technische Entscheidung des alten Shops nachzubauen. Shopware 6 bietet eine eigene Struktur für Verkaufskanäle, Inhalte, Regeln und Erweiterungen. Wir übersetzen bestehende Anforderungen deshalb in ein Zielmodell, das zur neuen Plattform passt und für spätere Anpassungen nachvollziehbar bleibt.
Das gilt ebenso für die Storefront. Navigation, Erlebniswelten, Produktdetailseiten und Checkout werden anhand heutiger Inhalte und Nutzerwege geplant. Ein Migrationstool kann geeignete Daten bei der Übertragung unterstützen, ersetzt aber weder die fachliche Zuordnung noch die Prüfung des fertigen Einkaufserlebnisses. Gestaltung und Datenmodell müssen im Zielshop gemeinsam funktionieren.
Shopware-Entwicklung ansehen↗Testmigration und Go-live kontrollieren
Wir planen mindestens einen vollständigen Testlauf in einer getrennten Umgebung. Dabei prüfen wir nicht nur Datensatzmengen, sondern konkrete Abläufe: Produkte müssen auffindbar sein, Preise und Regeln korrekt greifen, Kundenkonten verständlich funktionieren und Bestellungen zuverlässig in nachgelagerte Systeme gelangen. Auffälligkeiten werden dokumentiert und vor dem nächsten Lauf bereinigt.
Für den Go-live braucht es zusätzlich einen Ablauf für Datenstopp, letzte Übertragung, Domains, Weiterleitungen und technische Kontrollen. Bestehende URLs und relevante Suchmaschinen-Signale werden erfasst, damit Änderungen nicht unbemerkt zu fehlerhaften Zielen führen. Zuständigkeiten, Zeitfenster und eine Rückfallentscheidung sollten vor dem Umschalten feststehen, nicht erst während der Veröffentlichung.
- Produkt-, Kunden- und Bestellabläufe testen
- Zahlung, Versand und E-Mails kontrollieren
- Weiterleitungen und SEO-Signale prüfen
- Go-live-Schritte und Zuständigkeiten dokumentieren
Nach dem Wechsel stabilisieren und weiterentwickeln
Mit dem Umschalten beginnt eine kontrollierte Beobachtungsphase. Wir prüfen Protokolle, Schnittstellen, Bestellungen und Rückmeldungen aus der täglichen Pflege. Nicht jede Auffälligkeit erfordert sofort eine neue Funktion; wichtig ist zunächst, Fehler, Bedienungsfragen und echte Weiterentwicklungswünsche voneinander zu unterscheiden.
Anschließend werden offene Punkte priorisiert und in planbare Schritte überführt. Dokumentation, Updates, Backups und klare Verantwortlichkeiten schaffen die Grundlage für den laufenden Betrieb. So bleibt die Shopware-6-Migration kein einmaliges Technikprojekt, sondern führt in eine nachvollziehbare Weiterentwicklung des Onlineshops.
Migration besprechen↗Shopware-Migration
Planen wir den Systemwechsel als kontrollierbares Projekt.
Wir erfassen Daten, Funktionen und Schnittstellen und entwickeln daraus einen nachvollziehbaren Migrations- und Go-live-Plan.
Projekt besprechen